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BOTOX®
Botulinum-Toxin ist das Toxin (Gift) vom Clostridium botulinum,
dem Erreger des Botulismus (lebensbedrohliche Lebensmittelvergiftung).
Ähnlich wie bei Anticholinergika blockiert das Botulinum-Toxin
die Freisetzung von Acetylcholin. Die lokale Anwendung mit Botulinum-Toxin
eignet sich vor allem für Patienten mit Hyperhidrose im Achselbereich.
Die Therapie mit Botox ist ein ambulanter Eingriff. Über etwa
40-50 Punkte wird die Substanz in die Achselhaut eingespritzt. Die
Nervenleitungen werden blockiert und verhindern eine Schweißproduktion
in der Achsel. Die Methode selbst kann für manche Patienten
als sehr unangenehm empfunden werden. Hand- und Fußsohlenanwendungen
sollten in lokaler Narkose erfolgen, da sie sonst äußerst
schmerzhaft sein können. In der ersten Zeit kann die Feinmotorik
der Hände eingeschränkt sein.
Nachteile sind die hohen Kosten; die Behandlungskosten belaufen
sich je nach zu behandelnder Körperzone bis zu 1000 Euro pro
Sitzung. Die Therapie ist nicht kassenpflichtig, somit werden die
Behandlungskosten nur sehr selten von der Krankenkasse übernommen.
Die Behandlung ist nicht von Dauer; die Wirkungsdauer ist zeitlich
begrenzt und hält etwa 3-6 Monate an. Bei zu kurzfristiger
Wiederholung bildet der Körper Antikörper gegen das Botulinum-Toxin.
5 -10% der Bevölkerung sprechen gar nicht auf diese Behandlung
an, da sie Antikörper gegen das Toxin besitzen. Kompensatorisches
Schwitzen kann auftreten.
Schwangere und stillende Patientinnen sollten von der Behandlung
ebenso wie Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen oder
Gerinnungsstörungen ausgeschlossen werden. Die Behandlung muss
durch einen Arzt erfolgen, der auf diesem Gebiet über eine
ausreichende Erfahrung verfügt.
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