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Salbei
Salbei gehört zu der Familie der Lippenblütengewächse
(Lamiaceae / Labiatae). Wissentlich wurde er schon im Jahre 742
(Historische Behandlungsmethoden) als schweißhemmendes Mittel
geschätzt.
Der Begriff Salbei leitet sich von den griechischen Worten "salvius",
"salvere" ab und bedeutet "heil, gesund sein".
Die Römer schätzten ihn als besonderes Heilmittel. Den
Griechen war er heilig und sie benutzen ihn um die Götter gnädig
zu stimmen. Chinesen hielten den Salbei bereits im 17. Jahrhundert
für lebensverlängernd. Von mittelamerikanischen Indianern
wurde der halluzinogene Heilige Salbei (Salvia divinorum, Aztekensalbei)
zu religiösen Zeremonien verwendet. Die Arten der Gattung Salvia
stammen alle aus dem Mittelmeerraum und Kleinasien. Mit Mönchen
gelangte er über die Alpen nach Mitteleuropa und ist heute
auf der ganzen Welt verbreitet. Wilder Salbei wächst auf trockenen
und felsigen Hängen an den Nordküsten des Mittelmeeres.
Es gibt ca. 500 verschiedene Arten und Sorten, die nicht alle für
die Küche geeignet sind. Viele werden bspw. als Teezubereitung
und Gewürz, andere als Zierpflanzen verwendet.
Das Kraut wirkt antiseptisch (entzündungshemmend) und adstringierend
(zusammenziehend). Es wurde und wird auch heute noch als Hausmittel
für unterschiedlichste körperliche Erkrankungen wie Nervenleiden
und Muskelkrämpfe, Frauenerkrankungen und Unfruchtbarkeit geschätzt.
Bei Erkrankungen des Verdauungstrakts wirkt Salbei Durchfallhemmend,
blähungswidrig und Magenstärkend. Den Husten und Bronchitis
bekämpft Salbei mit seiner Auswurffördernden Wirkung.
Bei Entzündungen und Geschwüren im Mund, des Rachenraums
und des Zahnfleisches sowie die Hemmung der Milchsekretion, bei
Hautabszessen und Furunkeln und als Harntreiber wird Salbei eingesetzt.
Teezubereitungen oder Waschungen mit Salbei können übermäßige
Schweißbildung abmildern. Extrakte, die aus frischem Kraut
gewonnen werden sind hilfreicher und effektiver, als Zubereitungen
aus getrockneter Ware.
Wirkung
Generell halten sich die Auswirkungen auf die übermäßige
Schweißbildung Grenzen. Die Schweißhemmung beträgt
nur bis zu 52%. Die Wirkung setzt zwischen dem ersten und vierten
Tag ein, lässt aber nach einigen Tagen wieder nach.
Nebenwirkung
Salbei enthält einen hohen Prozentsatz von Thujon. In zu hoher
Konzentration und Einnahme von Salbei über längere Zeit,
wirkt es toxisch auf das zentrale Nervensystem und kann zu Lähmungen
und Vergiftungen führen. Das Auftreten von epileptischen Krämpfen
kann nicht ausgeschlossen werden. Vor allem der "Dalmatinischer
Salbei" enthält sehr viel Thujon. Der "Spanische
Salbei" hingegen gilt als minderwertig und das Thujon fehlt.
Wegen der negativen Wirkung auf die Milchproduktion, wird bei
Schwangeren und Stillenden Frauen eine Verwendung von Salbei abgeraten.
Weitere Nebenwirkungen sind bspw. beschleunigter Herzschlag, Hitzegefühl,
Schwindelgefühl, Mattigkeit, Bauchschmerzen, mäßigen
bis schweren Gebärmutterkontraktionen und Blutungen (Blutstürze).
Salbei setzt seine Wirkung am Zentralen Nervensystem an, so ist
Salbei auch eine psychoaktive Pflanze. Seine Bitterstoffe verbessern
den Appetit, die ätherischen Öle erhöhen Aufmerksamkeit
und Konzentrationsstärke.
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