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Volksleiden Hyperhidrose: übermäßiges Schwitzen
Bei Hyperhidrose handelt es sich um eine übermäßige
Schweißproduktion von der rund fünf Prozent der Gesamtbevölkerung
betroffen sind.
Rund 400.000 an Hyperhidrose Leidende in Österreich
Die Zahl jener Österreicher, die mehr schwitzen als ihnen lieb
ist, wird von Dermatologen auf fast 2 Millionen geschätzt.
Man müsse nämlich bedenken, dass jenen 640.000 Frauen,
die an Wechselbedingten Hitzewallungen leiden, sowie den etwa 800.000
übergewichtigen Personen auch häufig eine über das
normale Maß hinausgehende Transpiration zu schaffen machen
würde. (Quelle: Univ.-Prof. Michael
Binder von der Uniklinik für Dermatologie in Wien)
Also leidet vermutlich ein Viertel der österreichischen Bevölkerung
an übermäßigen Schwitzen. Schwitzen wird in unserer
Gesellschaft immer noch als Tabuthema angesehen, deshalb dürfte
auch die Dunkelziffer noch viel höher liegen.
Etwa 5.000.000 Hyperhidrotiker in Deutschland
Bei einer Untersuchung des Robert Koch Institutes "Häufigkeit
von Beschwerden 1991 [Gesundheitsbericht für Deutschland 1998]"
steht starkes Schwitzen an vierter Stelle. Die Hyperhidrose tritt
im Allgemeinen ab der Pubertät auf. Von der Hyperhidrose sind
Frauen und Männer etwa gleich häufig betroffen, obwohl
neue Studien davon ausgehen, dass Männer generell mehr und
stärker schwitzen als Frauen, weil sie mehr Haartalgdrüsen
und Schweißdrüsen haben. Die männliche Haut ist
dadurch fettiger und sie schwitzen mehr.
Hyperhidrose ist vererbbar
Auch unsere Gene sind nach neuesten Studien der Wissenschaftler
der "University of California at Los Angeles (UCLA)" für
übermäßiges Schwitzen verantwortlich. Wenn ein Elternteil
an Hyperhidrose leidet, überträgt er nach Angaben der
Forscher, zu 28 Prozent, die Krankheit auf das Kind.
Die Folgen des übermäßigen Schwitzens sind
erheblich
Viele Betroffene meiden die Gesellschaft anderer Menschen, denn
starkes Schwitzen wird oft mit Unsicherheit und Ungepflegtheit gleichgesetzt.
Einsamkeit und Depressionen können die Folge sein. Minderwertigkeitskomplexen
und Angst vor Begegnung mit anderen Menschen, die ablehnend reagieren
könnten, führen in die Isolation und vermindern das Selbstbewusstsein.
Neben der psychischen Belastung durch Schwitzen können durchaus
Folgeerkrankungen auftreten. Erythrasma (Zwergflechte), eine häufige,
oberflächliche Hautentzündung, die sich besonders häufig
in Körpereinfaltungen, vor allem axillar und in der Leistengegend
zeigt. Pityriasis (Kleienflechte), ein juckender und schuppender
Hautausschlag, der fast ausschließlich am Rumpf und seltener
im Gesicht vorkommt. Bei der Pityriasis handelt es sich um eine
Verhornungsstörung der Haut. Keratoma sulcatum (schmerzhafte
Hornhautaufweichung), Proprioniebakterien (verursachen Entzündung)
vermehren sich hierbei bei Schweißfüßen stärker.
Die Bakterien zersetzen das Haut - Keratin (Keratin = Eiweißprotein;
verantwortlich für eine feste Nagelsubstanz, kraftvolles Haar
und eine gesunde Haut) und beginnen die äußeren Hautschichten
zu durchfressen, bis die empfindliche Lederhaut erreicht wird. Schwere
Entzündungsprozesse an der Lederhaut (Skleritis) sind schmerzhaft,
können chronisch verlaufen und zu ernsten Komplikationen führen.
Der Tinea Pedis (Fußpilz), eine der "häufigsten"
Hautpilzerkrankungen kann durch verschiedene Erreger, wie bspw.
Haar-, Hefe- oder Schimmelpilzen hervorgerufen werden.
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